Vom Zimmermann zum Generalunternehmer

Gustav Epple trug viele Ehrentitel. Aber der wichtigste war wohl der, den ihm seine Angestellten verliehen hatten: "Meister". 1909 übernahm der Maurer, Steinmetz und Baumeister die Dietrich’sche Zimmerei in Degerloch, aus der er die Gustav Epple Bauunternehmung entwickelte. Das beeindruckende Lebenswerk eines Mannes, der viele Talente besaß: Er war sowohl Techniker als auch Kaufmann, Handwerker wie auch Künstler.

2009
Mit einem hohen Auftragsbestand kann Gustav Epple Bauunternehmung GmbH unter der heutigen Führung von Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Schwefel auch in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise mit Zuversicht und Gelassenheit der nahen Zukunft entgegen sehen. Als Generalunternehmer gehört Gustav Epple heute zu den führenden Adressen in Deutschland.
2006
Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung in Berlin, das ZDF Hauptstadtstudio Berlin oder das von Christoph Ingenhoven entworfene Hochhaus der Stadtsparkasse Düsseldorf sind nur einige von wenigen Beispielen der Leistungsfähigkeit von Gustav Epple.

Mit dem Neubau des Landratsamtes Esslingen konnten erste Erfolge auf dem Gebiet der Public Private Partnership, einer neuen Form der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, unter Beweis gestellt werden.
2002
Wie schon zu Zeiten des Firmengründers ist Gustav Epple auch heute ein geschätzter Baupartner für namhafte Kunden und Architekten. Der hohe Anteil an Stammkunden ist ein Beleg für die Zuverlässigkeit und den im Sinne des Unternehmensgründers Gustav Epple bis heute propagierten hohen Qualitätsanspruch.
1998
Die Gustav Epple Bauunternehmung GmbH wird heute nicht nur in Stuttgart und Umgebung, sondern in ganz Deutschland wahrgenommen. Als moderner Baudienstleister erstellt das Unternehmen für seine Kunden heute schlüsselfertige Bauvorhaben in der gesamten Republik - von Hamburg bis Freiburg sowie vom Rheinland bis zur polnischen Grenze.

Die Mehrzahl der fast 100 Mitarbeiter, mit denen Epple heute einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro generiert, ist dabei im Stammhaus in Degerloch beschäftigt. Niederlassungen bestehen in Dresden und Berlin.
1987
Mit Eberhard Ellinger kehrten der Optimismus und die Zuversicht bei Gustav Epple zurück, und schon bald hatte die Bauunternehmung mit dem neuen Geschäftsfeld Schlüsselfertigbau wieder festen Boden unter den Füßen.

Früher als manche andere ebenfalls traditionsreiche Stuttgarter Bauunternehmung hat man bei Gustav Epple Anfang der 1990er-Jahre den notwendigen Zwang zur Anpassung an moderne Strukturen im Baugeschäft erkannt. Über Jahre wurde so langsam und stetig und in hohem Maße sozialverträglich der Anteil des gewerblichen Personals vermindert und Gustav Epple zu einem modernen Generalunternehmer umgebaut.
1974
Mit der Baukrise Mitte der 70er-Jahre und der Bautätigkeit in Saudi Arabien begannen schwere Zeiten für das Unternehmen. Nach anfänglichen Erfolgen im arabischen Raum wurde Gustav Epple Opfer seiner ungezügelten Expansion und stand daher im Juni 1985 vor dem schwärzesten Teil seiner Unternehmensgeschichte.

Durch einen außergerichtlichen Vergleich gelang es, die Firma neu aufzustellen. Unter der Führung von Diplomingenieur Eberhard Ellinger wurde das klassische Rohbaugeschäft restrukturiert und ein grundlegender Strukturwandel eingeleitet.

Im Zuge der Sanierung haben die Mitarbeiter, aber auch die Gesellschafter, Familie Fritz Epple und seine Schwester Helene Pfleiderer, große Opfer für das Unternehmen erbracht.
1970
Ende der 60er-Jahre hatte Gustav Epple seine größte Ausdehnung erreicht und war in allen relevanten Sparten des Bauens vertreten: Hochbau, Tiefbau, Stahlbeton- und Spannbetonbau sowie Straßenbau und Holzbau. Gute Mitarbeiter und ein leistungsfähiges technisches Büro, in welchem die Ausführungsplanung und manch innovativer Sondervorschlag erstellt werden konnte, waren die Grundlage für den Erfolg der Firma.
1960
Um die gewaltigen Bauaufgaben bewältigen zu können, bedurfte es vieler Arbeitskräfte. In den 60er-Jahren wurden deshalb die Grenzen der Republik geöffnet und ausländische Gastarbeiter angeworben. Natürlich waren auch bei Gustav Epple viele Hände nötig, und die neuen Mitarbeiter wurden in Degerloch gerne aufgenommen.

Erwähnenswert dabei ist, dass der einmillionste Gastarbeiter, welcher am 10. September 1964 in Deutschland begrüßt und geehrt wurde, sich Gustav Epple als Arbeitgeber ausgesucht hatte.
1954
Der große Holzabbundplatz mit seinen weitläufigen Hallen und dem Firmengebäude entlang der Löffelstraße/B 27 prägte viele Jahre das Eingangstor zum Stuttgarter Süden.

In den Jahren 1955/1956 wurde der 217 m hohe Fernsehturm erbaut. Nach dem Entwurf des genialen Bauingenieurs Professor Fritz Leonhardt und der Gestaltung durch Professor Ernst Heinle konnte dieses kühne und in seiner Zeit einmalige Bauwerk in die Tat umgesetzt werden. Schon damals stand Gustav Epple für technische Innovationskraft, Ingenieurgeist und solide Bauausführung.
1950
Die König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt, die Liederhalle und nahezu alle Gebäude von Mercedes-Benz in Sindelfingen wurden in dieser Zeit errichtet und zeugen noch heute von der Leistungsfähigkeit der Gustav Epple Bauunternehmung.

Nach dem Tod von Gustav Epple im Jahr 1955 führte sein Sohn Fritz Epple als persönlich haftender Gesellschafter das Unternehmen. Seine Schwester Helene Pfleiderer, die in Degerloch als Stifterin für viele wohltätige Projekte bis heute einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist, war an der Firma als Kommanditistin beteiligt. In dieser Zeit erfuhr das Unternehmen seine größte Ausdehnung und hatte in Spitzenzeiten bis zu 2.000 Mitarbeiter.
1950
Das Firmenzeichen mit der Axt im Balken auf dem Mauerwerk wurde zum anerkannten Qualitätssymbol. Zunehmend gewann der Einsatz von Stahlbeton an Bedeutung, und Gustav Epple führte sein Bauunternehmen mit großem Erfolg in diesen Zeiten des raschen Wachstums der Bauwirtschaft.
1948
Mit der Einführung der Währungsreform im Jahr 1948 begann der Wiederaufbau in Deutschland, und Gustav Epple gehörte schon bald zu den führenden Bauunternehmen in Süddeutschland.
1936
Im Zweiten Weltkrieg wurden diese Werke ebenso zerstört wie auch der eigene Betrieb in Degerloch. Nach Kriegsende scharte der „Meister“, wie Gustav Epple ehrfurchtsvoll von seinen Mitarbeitern genannt wurde, die Heimkehrenden wieder um sich, und der Neuanfang begann.
1909
Im Alter von 26 Jahren kaufte Gustav Epple die in Degerloch ansässige Dietrich’sche Zimmerei. Eine in ihrer Art seltene und glückliche Verbindung von Techniker und Kaufmann, Handwerker und Künstler war wohl die entscheidende Grundlage seines imponierenden Lebenswerkes.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Unternehmen stetig und zielbewusst aufgebaut. Große Ingenieurbauwerke wie die Berliner Olympiahalle und die damals größte Holzhallenkonstruktion Europas, die Schwabenhalle auf dem Cannstatter Wasen, in der 20.000 Menschen Platz fanden, waren schon bald Zeugnis der Leistungsfähigkeit von Gustav Epple.
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Gustav Epple